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Glossar

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  17. S
  18. T
  19. W
  20. Z
  1. Aufweitversuch (Aufweitung)

    Zerstörendes Prüfverfahren zur Bestimmung der Fähigkeit von runden Metallrohren, einer plastischen Verformung durch Aufweitung mit Hilfe eines Aufweitedorns standzuhalten (ISO 8493)

  2. Austenit

    Kristallstruktur von Eisen und Stählen, die normalerweise nur bei hohen Temperaturen stabil ist. Sie kann in Ferrit oder Martensit umgewandelt werden. Durch Beimischung geeigneter Elemente, z.B. Nickel, kann sie auch bei Zimmertemperatur stabil gemacht werden.

  3. Austenitstahl

    Stähle aus Chrom-Nickel-Legierungen, mit einem Chromgehalt von 17 bis 26% und einem Nickelgehalt von 7 bis 22%.

  4. Bandverzinkung

    Verzinkungsverfahren, bei dem das Blech in eine Keramikwanne mit einer flüssigen Zinkschmelze von 700° getaucht wird. Die Beschichtungsmasse wird durch einen in g/m2 ausgedrückten Wert angegeben und in der Stahlkennzeichnung aufgeführt; z.B. +Z275 bedeutet, dass die durchschnittliche Beschichtungsmasse des Stahls 275 g/m2 beträgt ( EN 10327) .

  5. Beizen

    Behandlung zur Entfernen der Oxidschichten, die sich während der Warmbearbeitung auf der Oberfläche bilden.

  6. Beschichteter Stahl

    Legierte/unlegierte Stähle, die durch Heißtauchen in Zinkbäder oder zink- und/oder aluminiumhaltige Legierungen beschichtet werden, z.B.. DX51D.

  7. CE-Markierung

    Bescheinigung darüber, dass der Hersteller in seinem Unternehmen einen Kontrollplan einsetzt und genormte Ausgangsprüfungen durchführt. Daraus folgt, dass die Produkte mit der Norm EN 10219 und somit auch mit der Richtlinie 89/106/EWG übereinstimmen. Die Genehmigung, diese Markierung anzubringen, ist in der Konformitätserklärung enthalten, die unter der Verantwortlichkeit des Herstellers ausgestellt wird. Die Markierung wird in den Geschäftsunterlagen oder dem Prüfdokument verzeichnet.

  8. Dehngrenze (RP0,2)

    In einem Zugversuch (EN 10002) ermittelter Wert. Darunter versteht man die Last, der eine nicht proportionale Ausdehnung der Ausgangslänge des Dehnungsmessers um einen spezifizierten Prozentwert (0,2%) entspricht.

  9. Entgratung

    Entfernung des innneren und/oder äußeren Schweißgrats. Die Größe des zulässigen verbleibenden Innengrats kann von den Normen vorgeschrieben werden.

  10. Ferrit

    Stahlstruktur mit einem niedrigen Kohlenstoffgehalt.

  11. Ferritstahl

    Diese Stähle zeichnen sich hauptsächlich durch ihren Chromgehalt und einen niedrigen Nickelgehalt aus.

  12. Feuerverzinkung

    Industrielles Verfahren, bei dem ein Rohr nach einer entsprechenden Vorbehandlung der Oberfläche in eine reine Zinkschmelze eingetaucht und mit einer Zinkschicht überzogen wird (EN 1461/EN 10240), siehe auch Verzinkungsklassen.

  13. Fließgrenze

    Der Punkt, an dem das Material unter Belastung von dem elastischen in den plastischen Zustand übergeht; er zeigt sich in einer plastischen Verformung ohne jede Lasterhöhung.

  14. Gebürstetes Rohr

    Rohre, die sowohl während als auch nach der Bearbeitung einer mechanischen Bürstung unterzogen werden. HF-geschweißte Rundrohre können auch roh geliefert werden. (W0).

  15. Geradheit des Rohrs

    Grad der Längsabweichung des Rohrs (in mm oder %) in Bezug auf die ideale Längsachse. Diese Abweichung kann durch Richten korrigiert werden.

  16. Hochglanzpoliertes Rohr

    Rohre, die zur Erhöhung ihres Glanzes einer mechanischen Politur unterzogen werden (WP).

  17. Interkristalline Korrosion

    An den Korngrenzen des Kristallgitters des Stahls auftretende Korrosion, auf Grund der Erwärmung ist dieser Bereich empfindlicher gegenüber den Angriffen bestimmter Korrosionsmittel, da der Prozentanteil an Chrom für die Bildung einer Oxidschutzschicht unzureichend ist.

  18. Kaltverfestigung

    Erhöhung der mechanischen Eigenschaften eines Materials infolge von Kaltverformung. Durch eine Wärmebehandlung (z.B. Glühen) kann das Material hinsichtlich seiner Eigenschaften wieder in seinen Ausgangszustand zurückgeführt werden.

  19. Kennzeichnung von Stahl

    Für rostfreie Stähle sind viele Kennzeichnungssysteme in Gebrauch; sehr weit verbreitet ist das System AISI (amerikanische Behörde) und die numerische Einteilung der EN 10088-1.

  20. Kennzeichnung von Stahl

    Für unlegierte Baustähle, z.B. S355JR, enthält die Kennzahl
    - den Buchstaben S für Baustahl;
    - die Angabe der unteren Streckgrenze;
    - die Großbuchstaben JR für Stähle mit Eigenschaften der Kerbschlagzähigkeit, die bei unterschiedlichen Temperaturen bestimmt wurden;

    Der Buchstabe H an letzter Stelle bedeutet, dass es sich um ein Hohlprofil handelt.
     

  21. Kerbschlagversuch (KV)

    Prüfung, mit der der Wert der Energie (Joule) ermittelt wird, die bei einem Stoß von einem nach Standardmaßen gekerbten Prüfling absorbiert wird. Die Prüfung liefert einen Wert für die Zähigkeit oder Sprödigkeit eines Werkstoffs bei einer bestimmten Temperatur (Zimmertemperatur, 0°C, -20°C). Bezugsnorm: EN 10045-1.

  22. Kohlenstoffäquivalent (C.E.V.)

    Kennzahl für die Schweißbarkeit eines Stahls. Zusammen mit der Dicke und der Erhöhung der Produktfestigkeit beeinflusst dieser Wert die Bildung von Rissen im Schweißbereich mit daraus folgender Sprödigkeit des thermisch veränderten Bereichs.

    C.E.V. = C +
    Mn
    +
    Cr + Mo + V
    +
    Ni + Cu
    6
    5
    15
  23. Laser-Schweißen

    Schweißverfahren mit Hilfe eines Laserstrahls, der die durch Druckwalzen zusammen gedrückten Bandkanten zum Schmelzen bringt.

  24. Martensit

    Eine Strukturform des Stahls, die durch schnelles Abkühlen (Härten) von Austenit entsteht. Diese Phase weist einen hohen Härtegrad und mechanische Festigkeit auf, ist aber auch sehr spröde.

  25. Oberflächenbearbeitung (Grad der)

    Zustand der Oberfläche des Rohrs, der durch Oberflächenbearbeitungen erzielt wird. Die verschiedenen Grade werden in den Normen (EN 10296-2 und EN 10217-7) festgelegt und durch den Buchstaben W, gefolgt von Ziffern und/oder Buchstaben, gekennzeichnet. Das Ausgangsmaterial wird ebenfalls berücksichtigt.

  26. Passivierung

    Nur durch den Kontakt mit der Umgebungsluft bildet sich eine sehr dünne Oxidschicht, die den Materialkern vor Korrosion schützt. Beim rostfreien Stahl beruht dieses Phänomen auf einem Chromgehalt von mind. 12%, der das Schutzoxid entstehen lässt, oder es ist Titan, das den Oxidfilm ohne das Vorhandensein eines bestimmten Legierungsmittels bilden kann.

  27. Prägung (Riffelbleche)

    Oberflächenbehandlung von Stahl, bei der das Material mit Reliefwalzen behandelt wird. Die entstandenen Rhomben sind über die gesamte Oberfläche verteilt (UNI 3151).

  28. Prägung (Tränenbleche)

    Oberflächenbehandlung von Stahl, bei der das Material mit Reliefwalzen behandelt wird. Die Erhebungen sind über die gesamte Oberfläche verteilt (UNI 4630).

  29. Prüfzertifikat

    Dokument, das die Konformität des Produkts mit der Verkaufsrichtlinie bescheinigt. Lt. Norm EN 10204 sind vier Ausführungen möglich: 2.1 (Bescheinigung über die Konformität mit der Bestellung), 2.2 (Bescheinigung über die Konformität mit der Bestellung mit unspezifischen Prüfergebnissen), 3.1 (Bescheinigung über die Konformität mit der Bestellung mit spezifischen Prüfergebnissen) und 3.2 (Bescheinigung über die Konformität mit der Bestellung mit spezifischen, von einem Vertreter des Kunden bestätigten Prüfergebnissen). Der Inhalt der Zertifikate unterliegt des Vorgaben der Norm EN 10168.

  30. Quetschprüfung

    Zerstörende Prüfung zur Ermittlung der Festigkeit von Rundrohren gegenüber einer plastischen Verformung durch Quetschung. Dazu wird ein Rohrstück senkrecht zwischen den zwei Platten einer Presse bis auf eine vorgeschriebene Höhe zusammen gedrückt. Zur Bewertung der Dichtheit nach außen kann die Schweißnaht auf 90° gebracht werden, und auf 0° für die Bewertung der Dichtheit nach innen (ISO 8492).

  31. Rostfreier Stahl

    Stahl, der mindestens 10,5% und maximal 1,2% Kohlenstoff enthält.

  32. Satiniertes Rohr

    Rohre, die mit Schleifleinen von unterschiedlichen Körnung (je nach Kundenwunsch) satiniert werden (WP). Das Aussehen des Endprodukts hängt natürlich von der verwendeten Körnung ab.

  33. Sendzimir-Verzinkung

    Verzinkungsverfahren, bei dem das Blech in eine Keramikwanne mit einer flüssigen Zinkschmelze von 700° getaucht wird. Die Beschichtungsmasse wird durch einen in g/m2 ausgedrückten Wert angegeben und in der Stahlkennzeichnung aufgeführt; z.B. +Z275 bedeutet, dass die durchschnittliche Beschichtungsmasse des Stahls 275 g/m2 beträgt ( EN 10327) .

  34. Stahl kohlenstoffhaltige

    Eisenlegierung mit einem Kohlenstoffgehalt von max. 2% (EN 10020 Definition und Klassifizierung der Stahlsorten). Die Eigenschaften von Stählen werden über ihre chemische Zusammensetzung definiert, die in einer Gussanalyse ermittelt wird.

  35. Thermisch veränderter Bereich

    Der erhitzte Rohrbereich in unmittelbarer Nähe der Schweißung. In diesem Bereich nimmt die Härte von der Mitte der Schweißachse bis zu den Rändern hin ab, wo sie dem Ausgangsstahl entspricht.

  36. TIG-Schweißen

    Schweißverfahren mit Hilfe eines elektrischen Lichtbogens, der sich zwischen einer nicht schmelzbaren Elektrode und der zu schweißenden Oberfläche bildet. Ein Inertgas verhindert, dass die Elektrode durchbrennt. Mit diesem Verfahren können jedoch nur niedrige Schweißgeschwindigkeiten erzielt werden.

  37. Wirbelstrommethode (Eddy Current)

    Zerstörungsfreie Prüfung mit Hilfe von induziertem Strom. Materialfehler sind als Änderungen im induzierten elektromagnetischen Feld erkennbar. Bezugsnorm: EN 10246.

  38. Zugversuch

    Prüfverfahren, bei dem ein Prüfling mit konstantem Querschnitt einer axialen Zugbelastung ausgesetzt wird, die allmählich gesteigert wird, bis der Prüfling vollständig bricht. Mit dieser Prüfung erhält man in erster Linie: die Bruchfestigkeit Rm (N/mm2), die obere Streckgrenze Reh (N/mm2), die Bruchdehnung A (%). Die Ausführung erfolgt gemäß EN 10002.

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